Willkommen auf unserer Homepage.
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Am 8.September um 18
Uhr kann man dieses Kunstwerk bei unserer Finissage
gewinnen. Dazu gewinnt jeder, der kommt. Entweder
durch nette Gespräche unter Tierfreunden oder
dadurch, dass er für wenig Geld ein schönes Bild
bekommen kann.
Wo? In der Galerie Claudiana in der Innsbrucker
Altstadt.
Herzog-Friedrich-Straße 3, erster Stock |
Liebe HundespaziergängerInnen!
Aus organisatorischen Gründen sind
Hunde-Spaziergänge im TH-Mentlberg bis auf weiteres
nicht möglich. |

Aus der Geschichte unseres Vereins.
Die Gründung
Euer Kaiserliche und Königliche Hoheit! Allergnädigste Frau
Kronprinzessin!
Angeregt von dem Gedanken "Thiere schützen heißt Menschen
mögen", hat sich in Innsbruck ein Verein unter dem Titel
"tirolisch vorarlbergischer Thierschutz Verein" gebildet,
dessen Statuten bereits am 22. April (1881) laut Beschluß
des K.K. Statthalterei Präsidiu Nr. 1492 genehmigt wurde
....................
Die Absicht des Vereines besteht darin, der hier zu Lande
herrschenden Rohheit und Gefühllosigkeit zu steuern und
durch Einwirkung auf die noch für Alles edle und gute
empfänglichen Herzen der Jugend sie zu edlen Menschen
heranzubilden: "Denn edel sei der Mensch, hilfreich und
gut", denn das allein unterscheidet uns von allen Wesen, die
wir kennen.
Geruhen Euer Kaiserliche und Königliche Hoheit,
Durchlauchtigste Frau Kronprinzessin, durch höchsten Annahme
des Protectorate, die edlen Absichten des Vereines zu
unterstützen, um was in aller Unterthänigkeit zu bitten wagt
Euer Kaiserliche und Königliche Hoheit in tiefster Ehrfurcht
und Ergebenheit
dero gehorsamste Vereinsleitung
Alarich Freiherr von Lichtenthurn
Gräfin Margarite Thun Hohenstein
Aus den Vereinsstatuten des Jahres 1936
Der Vereinszweck ist, die Tiere gegen Misshandlung zu
schützen und deren gute Behandlung zu fördern. Als solche
Misshandlungen sind zu bezeichnen Quälereien der Tiere aus
Bosheit, Unverstand und Eigennutz, insbesondere:
deren nutzlose Tötung und unnötige Marter bei der nützlichen
Zwecken dienenden Tötung; übermäßige Anstrengung derselben;
Vorenthaltung der für ihre Existenz unbedingt notwendigen
Bedürfnisse.
Speziell von dem Vereine zu verfolgende Zwecke sollen sein:
Förderung der Intentionen des bereits bestehenden
Vogelschutzvereines und des Vogelschutzgesetzes; Förderung
der rationellen Haltung, Verwendung und des Transports aller
Nutztiere, vorzüglich aber Abschaffung jeder irgendwie zu
vermeidenden Quälerei.
Bemerkenswert sind die damaligen Pflichten für die
Mitglieder: S 2,- Jahresbeitrag zu bezahlen und „MITGLIEDER
FÜR DEN VEREIN ANZUWERBEN“.
Tierschutz und Ethik
Mit der Ethik ist es wie mit
der Moral: Es gibt große Unterschiede in der Auffassung. Die
Einstellung dazu ist abhängig von der Bildung eines
Menschen, von der Erziehung, vom sozialen Umfeld und auch
vom Lebensweg des Einzelnen. Selbst wenn das Endziel immer
eine Veredelung des Menschen sein soll, so ist der Weg
dorthin so unterschiedlich, sodass wir ohne Toleranz nicht
auskommen. Vor zweihundert Jahren behaupteten einige
Wissenschafter, dass Tiere nichts anderes als lebende
Maschinen seien. Heute ist solch ein Unsinn nicht mehr
denkbar. Wir haben im Tiroler Tierschutzgesetz die
Formulierung, dass Tiere leidensfähige und emotionsfähige
Mitgeschöpfe sind. Leidensfähig bedeutet jede Art von
körperlichem Schmerz. Dazu gehört auch Hunger und Durst. Das
Wort „emotionsfähig“ wurde vor sieben Jahren zum ersten Mal
in Tirol in einem Gesetz verwendet. Damit wird der
Gefühlswelt des Tieres Rechnung getragen. Freude, Trauer,
Eifersucht, Futterneid, Treue, Einsamkeitsverzweiflung – all
diese den Menschen bekannten Gefühle gibt es auch bei
Tieren. Diesen Mitgeschöpfen Respekt zu zollen ist eine
Forderung der Ethik. Worte von Mahatma Gandhi treffen die
Situation genau: „Die Kultur eines Volkes erkennt man an
seinem Umgang mit den Tieren.“ Diese Kultur wird nicht nur
unter den Völkern verschieden aufgefasst, sie spaltet
Mitmenschen aller Länder. Auch innerhalb einer Familie
können die Ansichten zum Umgang mit Tieren gewaltig klaffen.
Für den einen ist jeder Jäger und Nicht-Vegetarier ein
Mörder, ein anderer empfindet sich schon als Tierfreund,
wenn er keinen Hund prügelt. Der eine rettet den Regenwurm,
der andere möchte alle herrenlosen Tiere einschläfern.
Wiederum eine Hausfrau meint, für alle Zeit einen
Tierschutzorden zu verdienen, nur weil sie Eier aus
Bodenhaltung kauft. Spätestens bei der Diskussion um die
Massentierhaltung sollte aber die Toleranz beim Tierschutz
enden. Es ist eine grenzenlose Missachtung unserer
Verpflichtung gegenüber der Schöpfung, ein Lebewesen in eine
Situation zu bringen, in der es keine Bewegungsmöglichkeit
mehr hat und nur noch abgestumpft dahindösen kann. Das
gleiche gilt für die Hühner in der Batterie. Diese Tiere
haben von der Natur zwei Flügel bekommen. Sie können vom
Boden sogar abheben und sind normalerweise den ganzen Tag
mit Picken beschäftigt. Natürlich kann man diesen Vorwurf
auch jenen Tierbesitzern machen, die in einem winzigen Käfig
einen Wellensittich sitzen haben. Auch er hat Flügel und wer
ihn frei liegen lässt, sieht seine Freude an dieser luftigen
Bewegung.
Ethik könnte man vielleicht mit einer schöngeistigen Moral
vergleichen. Kein Hass, keine Rache, Nächstenliebe, Achtung
vor der Schöpfung, Freude an Kunst und Kultur und Interesse
an Wissen und Bildung. Viel davon erfüllt die Religion, aber
wo ist das Tier geblieben? Während es im Buddhismus seinen
Stellenwert erhalten konnte, ist es im Christentum ziemlich
verloren gegangen. Durch die missverstandene Aussage im
Alten Testament: „ Macht Euch die Erde untertan“. Damit war
mit Sicherheit nicht gemeint, dass man sie vergewaltigen
solle, sondern dass man sie verantwortungsvoll hegen und
pflegen soll.
In der Bibel gibt es eindeutige Stellen, die den Tieren
ihren Wert zusprechen. Zum Beispiel im Alten Testament die
Geschichte von Bilead und dem Esel. Fazit ist, dass der Esel
klüger war, als der Mensch. An einer Stelle wird auch
gesagt, dass die Tiere so gut wie der Mensch seien. (Dass
sie ehrlicher sind, kann jeder Tierfreund aus eigener
Erfahrung bestätigen). Im Neune Testament finden wir bei
Markus 1/13 die Beschreibung, als Jesus vierzig Tag in der
Wüste war. Da heißt es, dass die Tiere bei ihm waren und ihm
die Engel dienten. Die meisten Tiergeschichten aus der Zeit
nach Jesu Geburt finden wir allerdings in den Apokryphen
Schriften, in denen sehr viel von Tierliebe die Rede ist.
Schade, dass sie so unbekannt sind.
Ein ungeliebtes Thema ist beim Tierschutz die Gerechtigkeit.
Während der Verzehr von Fleisch eines Fohlen oder eines
Hundes für Tierfreunde unvorstellbar ist, kann das
Schweinsschnitzel ruhig auf den Tisch kommen. Sollte das
Gewissen nicht verlangen, zu erforschen, wie das Tierleben
durfte und wie es gestorben ist? Das Tier, das am
stressfreisten getötet wurde, ist eigentlich das Wild. Der
Hirsch muss nicht auf einen Hänger verladen werden und
erlebt keine Todesangst. Ein schönes Leben haben auch jene
Fohlen, die den ganzen Sommer auf der Alm verbringen. Ist es
gerecht, dass es mehr gilt als ein Kälbchen? Warum schicken
wir unsere Haflingerfohlen zum Schlachten nach Süditalien?
Das Fleisch ist genauso gut oder schlecht genießbar wie das
von Kalb und Schwein. Aber so etwas zu sagen, schafft unter
den Tierfreunden Feinde. Im Tierschutz ist es wegen seiner
vielen Emotionen besonders schwer, objektiv zu sein. Auch
das ist ein ethisches Problem.


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