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Zahme Vögel singen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.

 

Bertolt Brecht

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Bild von Inge Welzig

Vor mir liegt ein grausliches Foto. Mitten im Wald im Außerfern am Lech blaue Plastiksäcke mit faulenden Tieren. Der Finder tippt auf Kaninchen, für mich waren das eher Katzen. Egal was es ist, in jedem Fall ist das kein Kavaliersdelikt, sondern auch strafbar.

Bild von Inge Welzig

Manchmal weiß ich nicht, ob ich feige oder nur vorsichtig bin. Jedenfalls endet bei mir das Vertrauen zu einem Hund, wenn es um die Gefährdung eines Babys geht. So gutmütig ein Tier auch sein mag, es ist unsere Aufgabe, Missverständnisse zu verhindern. Der Hund kann nicht immer zu 100 % wissen, was wir von ihm wollen. Wir sind verantwortlich dafür, dass tierische Gefühle richtig laufen.

 

Bild von Inge Welzig

Ein neuer Trend, bei dem sich Tierärzte selbst nicht einig sind, ist die Frühkastration bei Katzen, womit Katzenkinder schon ab sieben Wochen gemeint sind. Für einen Tierfreund sträubt sich alles dagegen, auch ich war bei der Meldung des ersten Falles einer so frühen Operation entsetzt. Jahrelang haben wir bei den weiblichen Tieren als optimalen Zeitpunkt der Kastration von ungefähr sechs Monaten gesprochen, jetzt wirft der schon länger anhaltende Trend aus den USA alles über den Haufen.
 

Bild von Inge Welzig

Soeben zeigte sich im Tierheim die Bedeutung der richtigen Anmeldung eines Hundes in der behördlichen Datenbank. Wobei dieses Mal die Vorbesitzerin froh war, dass der Vierbeiner durch Schlamperei noch auf ihren Namen lief.  Bei Trennungen kommt es immer wieder zu Scheidungshunden. Es entstehen Situationen, die eine Tierhaltung unmöglich machen. Meist bei Frauen, die nach einer Halbtagsarbeit jetzt ganztägig berufstätig sind.

 

Bild von Inge Welzig

Es ist nicht gerade selbstverständlich, dass unsere Außendienstmitarbeiterin vom Einfangen der Katzen, welche sich nicht angreifen lassen, strahlend zurück kommt. Schuld daran war in diesen Tagen ein Bauer mit intensiver Pferdehaltung, bei dem eine Unmenge von Katzen herumschwirrt, welche jetzt zur Kastration eingefangen werden. Die vorbildliche Haltung auf diesem Hof betrifft nicht nur die Pferde, sondern auch die Katzen. Diese bekommen in edlen Schälchen, alle blitzsauber für jede Katze aufgefädelt, genügend Futter.

Bild von Inge Welzig

Auf Grund unserer Erlebnisse und unserer Arbeit sind meine Berichte meist unerfreulich.

Die vielen netten, kleinen Geschichten gehen dabei unter, was schade ist. Wie die häufigen  Anrufe wegen kleiner Tiere, um die man sich sorgt. Oft braucht es nur eine Beratung, doch  wenn das Tierchen Hilfe braucht, so sind viele Tierfreunde bereit, zum Tierarzt oder mit  Vögeln in den Alpenzoo zu fahren. Sogar – wie geschehen - mit einem Igel von Kufstein bis Innsbruck ins Tierheim Mentlberg.

 

Bild von Inge Welzig

Tier-Messi – eine schreckliche Bezeichnung, die sich da eingebürgert hat. Bisher waren Messis jene Menschen, die in ihren Wohnungen immer mehr Müll und Unrat angesammelt haben. Tiere sind niemals Unrat, aber bei manchen Menschen anscheinend tatsächlich Sammelobjekt. Meist beginnt so eine Tieransammlung ganz harmlos, bis alles über den Kopf wächst und man eingreifen muss.

 

Bild von Inge Welzig

Vor mir liegt das Foto einer Katze, die Glück hatte. Ihr Kopf war eingepresst in eine leere Katzen-Futterdose. Bald wäre ihr die Luft ausgegangen, wenn nicht eine aufmerksame Tierfreundin das um sein Leben kämpfende Tier  bemerkt und vom Alu-Gefängnis  befreit hätte. Solche an Futterstellen aus Gedankenlosigkeit manchmal  zurückgelassene Dosen sind auch schon Igeln zum Verhängnis geworden.

 

Bild von Inge Welzig

Derzeit kommen laufend Anfragen wegen angeblicher elternloser Krähenkinder. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um eine normale Situation, wie sie derzeit überall stattfindet. Wenn Rabenkinder aus dem Nest fallen, braucht es noch etliche Wochen, bis sie selbstständig werden. In dieser Zeit werden sie vorbildlich von ihren Eltern gefüttert und beschützt. Das bekommen besonders Tiere zu spüren, die sich so einem Vogelkind nähern. Zwei attackierende Rabenvögel sind alles andere als ungefährlich.

 

Bild von Inge Welzig

Mitmenschen ahnen selten, dass mir vor manchem Einsatz  nur ein Stoßgebet hilft. Oft habe ich  mich einem angeblich gefährlichem Hund genähert und diesen in Gedanken um Freundlichkeit angefleht. Mein Stoßgebet kann sich auch einfach um das Gelingen einer Aufgabe drehen. Wie beim Einfangen eines flugunfähigen Uhus, der in Innsbruck die Polizei schon über eine Stunde lang mit ständiger Ortsveränderung genervt hatte. Als ich mich ihm mit einer Decke langsam näherte,  wurde ich vorerst belächelt.

Bild von Inge Welzig

Oft ist es zermürbend, verständlichen Ärger  über rücksichtslose Hundehalter ausbaden zu müssen. Als wären wir als Tierschutzverein für den Charakter der Mitmenschen verantwortlich. Den können wir  nicht ändern, aber unsere Bemühungen, zukünftigen Hundebesitzern ihre Verantwortung klar zu machen, lässt wieder einmal unsere Aufgaben wachsen.

 

Bild von Inge Welzig

Am Ostersamstag fuhr ein rotes Auto  zum Recyclinghof in Untermieming. Der Fahrer blieb stehen und öffnete die Heckklappe, hinter der sich eine Kiste befand. Als der Mann die Kiste öffnete, war darin eine schwarz-weiße Katze zu sehen, die vom Autobesitzer  weggescheucht wurde und unauffindbar weglief. Beobachtet wurde der Fall von einem  Ehepaar, welches das Vorgehen entsetzt verfolgte.

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Kaninchen sind Lebewesen und nicht unbedingt das passende Geschenk für Kinder zu Ostern. Zwar denkt man bei diesem Fest gerne an den Osterhasen, doch übernimmt man bei der Haltung echter Kaninchen eine Verantwortung für ein ganzes Tierleben. Gerade für Kinder eignen sich diese Tiere eher nicht, da sie Fluchttiere sind und sich nicht immer gerne angreifen lassen wollen.

Bild von Inge Welzig

Dieses Wochenende mit dem herrlichen -  in diesem Jahr so kargen - Sonnenschein hat anscheinend die Gefühlswelt der Zimmervögel ziemlich durcheinander gebracht. Begonnen hat es schon am Samstag mit einem Nymphensittich, der seinen Besitzern sichtlich entflogen war. Irgendwann dürfte ihm die Freiheit unheimlich geworden sein und er beschloss, eine fremde Wohnung durch ein offenes Fenster zu erobern.

 

Bild von Inge Welzig

Der erste Igel, dessen Bau für den Winterschlaf nass geworden ist, wurde bereits aufgefunden. Zum Glück nicht tot, sondern hungrig und geschwächt herumirrend. Der diesjährige Winter bringt besondere Probleme: Die lange Kälte, die vor allem für jene Igel trifft, die im Herbst mit einer geringen Fettreserve in den Winterschlaf gegangen sind. Dazu bringt das kommende Tauwetter neue Gefahren mit sich.

 

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Tierblicke – das neue tirol tv Sendeelement für Tierfreunde. Tirol tv mit Tierlady Sandra will damit ein Herz für Tiere zeigen und unterstützt das Tierheim Mentlberg alle 2 Wochen (Freitag 17 Uhr bis Montag 17 Uhr) auf der Suche nach neuen Plätzen für die vielen Haustiere im überfüllten Heim. Falls sie eine Sendung verpassen, finden sie die vorgestellten Tiere auch in der Mediathek.

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