
Nachdem ich gestern Nacht wieder einmal auf Ansuchen der Polizei einen großen Hund geholt habe, möchte ich an dieser Stelle ein Loblied auf die Gutmütigkeit der vielen Vierbeiner bringen, die in meinem Polo schon mitfahren mussten. Ohne Gitter im Heckraum - trotzdem hat mich bis heute keiner gebissen. Und das, obwohl nach dem Aussteigen vor dem Tierheim eine neue Stress-Situation für diesen Hund entsteht, wenn da in der Finsternis viele andere vierbeinige Kollegen bellen. Ich muss den Hund, der mich nicht kennt, ins Haus bringen, wo er ja nicht weiß, was ihn erwartet.
Dass ich selbst manchmal Bedenken vor so einem unbekannten Einsatz habe, merkt zum Glück niemand. Ich wurde mit Todesangst vor Hunden erzogen und hatte bereits Kinder, als ich mich vor jedem Hund fürchtete. Ich freu ich mich natürlich, dass ich diese Fahrten machen kann. Es gibt trotzdem ein Restrisiko: Wenn ein Hund nicht in die Box will, muss ich manchmal mit hinein gehen. Da hatte vor einiger Zeit so ein Vierbeiner beschlossen, mich nicht mehr hinaus zu lassen und es brauchte einige Zeit, um diesem Tier klar zu machen, dass ich hier nicht übernachten wollte.
Die Gutmütigkeit von Hunden muss sich auch auf die Tierärzte erstrecken. Auch sie haben Tiere vor sich, die in ihrer Angst vielleicht nicht ganz berechenbar sind. Trotzdem kenne ich keinen Tierarzt, dem ein Finger in der Ordination verloren gegangen wäre. Tiere durchschauen uns mehr als wir glauben und können eben auch unterscheiden, ob man es mit ihnen ehrlich und gut meint.








