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Zahme Vögel singen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.

 

Bertolt Brecht

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Bild von Tierreporter

Aika kenne ich nun schon lange. -Sehr lange.

Und abgesehen davon, dass sie mir in all den Jahren fest ans Herz gewachsen ist, wurde sie für mich und meine KollegInnen irgendwann auch zu einer Art Symbol. Zu einem Symbol dafür, dass es sich eben doch lohnt nicht vorschnell aufzugeben, sie ist für uns alle zu so etwas wie zu einer tierischen Verkörperung für Durchhaltevermögen, Lebensprüfung und aber auch von Lebensfreude geworden.

 

Bild von Inge Welzig

Die Vergehen gegen das Tierschutz- und Naturschutzgesetz waren nicht gering.  Die Kinder im Volksschulalter zerstörten Nester von Enten und  zertrampelten deren Eier.  Dass Strafen hier nichts gebracht hätten, war sowohl der Schuldirektorin, als auch den Eltern klar. Man fand gemeinsam mit dem Veterinäramt einen zielführenden Weg, zu dem nur gratuliert werden kann.

 

Bild von Inge Welzig

Es war schon spät, als vor wenigen Tagen die Nachricht von einem ausgesetzten Hund kam, der bereits Angst und Schrecken verbreitete. Die mittelgroße Hündin war an einem Eisengestell angebunden worden und hatte dieses mit aller Kraft vor den Eingang eines Lokals gezogen. Dort beschloss sie, niemanden an sich heranzulassen. Zähnefletschend passte sie auf, dass sich niemand getraute, das Lokal zu verlassen oder dass sich ihr sonst jemand näherte. Die inzwischen aufgeregt diskutierenden Zuschauer trugen noch weniger zur Beruhigung bei.

 

Bild von Inge Welzig

Tagelang wurde eine streunende Hündin in Scharnitz beobachtet, was am Land ja nichts Ungewöhnliches ist. Erst als beim heftigen Regen in der Nacht vor diesem Wochenende das Tier in der Früh bei eisiger Kälte völlig durchnässt vor einem Haus lag, wurde die schlimme Lage dieser Mischlingshündin erkannt. Sie wurde ins Haus geholt und gefüttert. Dabei zeigte sich erst, wie ausgehungert sie war. Anschließend fiel sie in einen tiefen und langen Schlaf.

 

Bild von Inge Welzig

Es waren kräftige Burschen, die einen kräftigen Hund an der Leine hatten. Einen Mischling, der bei Menschen zauberhaft und nett ist, aber keine anderen Hunde mag. Weil dieser Vierbeiner so friedlich und freundlich ist, war die Aufmerksamkeit zum Festhalten der Leine gering. Was dazu führte, dass der Hund beim Anblick meiner Ria mitsamt der Leine losspurtete.

 

Bild von Inge Welzig

Auch Tiere wollen fröhliche Menschen um sich haben. Das ist für die Mitarbeiterim Tierheim kaum möglich, wenn bei den Kleintieren durch Platzmangel die gesetzlichen Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt werden. Kaninchen und Co. sind in der Haltung oft benachteiligt, weil sie weder Furcht einjagen noch bellen, dafür von ihren Besitzern oft  weniger beachtet werden. Dabei leiden sie genauso unter schlechter Haltung. Oft werden sie dann lieblos abgeschoben oder ausgesetzt.

 

Bild von Inge Welzig

Natürlich war es mein eigener Fehler, als ich am Karfreitag in einer Ladezone in Innsbruck wegen einer Besprechung die Zeit überzog. Da ich niemanden behinderte, nahm ich die Parkmöglichkeit zu locker und schaute nicht auf die Uhr. Dann war der Polo mit meiner Ria am Rücksitz weg. Ob meine Panik größer war als die meiner kleinen Hündin, weiß ich nicht. Die Zeit kam mir wie Stunden vor. Anrufe bei Polizei, Abschleppfirma und Taxi - dazu waren  die Formalitäten zu erledigen.

Bild von Inge Welzig

Inzwischen hat die Unsitte, Tiere zu Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten oder Ostern zu verschenken, durch intensive Medienarbeit zum Erfolg geführt. Früher wurden Kinder zu Ostern oft mit Küken oder Hasenkindern beglücket. Womit das  Lebewesen Tier zur Ware degradiert wurde und das Ende meist Tierheim hieß. Wenn es sich dann auch noch um ein Hasen-Pärchen handelte, so waren zehn und mehr Junge die Folge.

 

Bild von Inge Welzig

Zum Glück nur selten gibt es Fälle, da läuft alles schief. Wie soeben beim Einfangen einer schon länger als herrenlos gemeldeten Katze, abgelegen in einem Tal von Pertisau. Gefüttert wurde sie von einem großen Tierfreund, der besorgt war, weil  jemand das Erschießen der Katze angekündigt hatte. Nur deshalb waren wir bereit, die Katze nach dem Kastrieren bei einer Mitarbeiterin unter idealen Bedingungen auszulassen. Es gelang tatsächlich, dieses scheue Tier mit der Lebendfalle zu fangen.

Bild von Inge Welzig

Verheimlichtes Pferdefleisch im Handel ist derzeit in aller Munde – zumindest von der Diskussion her.  Schlimmer ist für mich die Meldung aus der Schweiz zum  Hunde- und Katzenfleisch. Dort ist es erlaubt und nach Aussagen von Bauern regional auch üblich, Heimtierfleisch zum Verzehr auf den Teller zu bringen. Die gesetzliche Auflage ist ein legaler Schlachtvorgang. Eher muss man annehmen, dass diese Tiere erschossen oder erschlagen werden. Der Handel mit diesem Fleisch für Eigenbedarrf ist nicht erlaubt.

Bild von Inge Welzig

Es ist gar nicht so lange her, dass man wegen  eines Rettungseinsatzes für ein Vogelkind fast belächelt wurde.  Umso mehr  habe ich mich über einen Brief aus Kitzbühel gefreut. Darin erzählt eine Frau, wie sie im Herbst bei der Gartenarbeit ein eigenartiges, ganz leises Geräusch hörte. Nach angestrengtem Hinhören war sie sich sicher, dass dieses aus der Dachrinne kam. Offensichtlich war ein kleiner Vogel in das abgewinkelte Rohr gerutscht.

Bild von Inge Welzig

Im Zillertal holte ich vor wenigen Tagen abends einen Mäusebussard, der traumatisiert am Waldboden gefunden worden war. Ich war besorgt und kontaktierte deshalb den Besitzer der Greifvogelstation in Telfes. Eine Untersuchung des Mäusebussards ergab einen Schockzustand, aber keine weitere Verletzung. Nach einer Beobachtung von zwei Tagen sollte der Vogel wieder der Natur übergeben werden.

 

Bild von Inge Welzig

Es besteht keine Zweifel daran, dass der Tierschutz immer mehr in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit rückt, auch bei den Nutztieren. In den Ställen hat sich im letzten Jahrzehnt  mehr verändert als davor in hundert Jahren. Auch in der Behandlung der Tiere selbst ist Brutalität kein Kavaliersdelikt mehr. Viel trägt dazu die gute Ausbildung der meisten Jungbauern bei. Umso unverständlicher ist für mich das Video, das ich soeben gesehen habe.

 

Bild von Inge Welzig

Vor wenigen Tagen habe ich erlebt, wie ein großer Hund im Schnee eine schwarze Katze verjagt hat, welche in Panik floh und wenigstens ein Gebüsch als Schutz fand  Die Katzenklappe in die eigene Wohnung war auf der anderen Seite und in diesem Moment nicht erreichbar. Als ich die Hundebesitzerin darauf ansprach, reagierte sie nur mit „er tut ihr schon nichts“. Die Angst der Katze wurde einfach bagatellisiert.

 

Bild von Inge Welzig

Manchmal kämpft man in der Tierschutzarbeit gegen unglaubliche Unvernunft. Wie in der Diskussion mit einem Mann, der unbedingt einen jungen Hund für seine hundert Jahre alte Mutter haben wollte, weil der alte, große Vierbeiner gestorben war. Sie hätte einen Garten und das würde genügen. Dass der Hund auch nach dem Tierschutzgesetz Anspruch auf Sozialkontakte hat, war dem Mann egal. Auch das Risiko, wenn der Hund einmal ausreißen würde, interessierte ihn nicht.

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