Beitrag in der Kronenzeitung Tirol vom 7.6.2020

MISSGLÜCKTES GESCHENK

Party-Ziege „Herbert“ fand endlich das Paradies

Feiernde Partytiger, laute Musik, Alkohol – und mittendrin der gestresste kleine Ziegenbock „Herbert“. Er war ein Geschenk für den überraschten Gastgeber – und weil sämtliche Daten zur Herkunft fehlten, stand später sogar die Schlachtung im Raum. Dank Tierschutzverein für Tirol und einer Almbetreiberin gab’s jetzt ein Happy End.

Der Party-Gastgeber überlegte, ob er „Herbert“ im Garten halten könnte, dann aber siegte die Vernunft und er gab den erst drei Monate alten Bock beim Tierschutzverein für Tirol ab. Kleintier-Betreuerin Sara Eller nahm den Schützling heim zum elterlichen Hof – doch Dauerlösung war das keine. „Leider mussten wir auch feststellen, dass er eine Fehlstellung an der Wirbelsäule hatte“, schildert Eller. Und so zuckte „Herbert“ – eigentlich ein Kuschelbär – stets zusammen, wenn man ihn an der falschen Stelle streichelte.

Keine Daten vorhanden
Nächstes Problem: Ein Tier ohne Kaufvertrag, Registrierung und Ohrmarke, müsste laut Gesetz eigentlich geschlachtet werden. Recht mühsam forschte man die ursprüngliche Besitzerin aus, die die nötigen Daten nachlieferte. „Herberts“ Glückssträhne riss auch danach nicht ab. Nach Aufrufen in der „Krone“ und auf Facebook meldete sich Anita Fischbacher aus Walchsee. Die Familie betreibt den „Reiterhof Dagn“ in Walchsee, im Sommer die Gabnalm hoch über Rettenschöss. Fischbacher ist zudem Tierärztin – ein wahrer Lottosechser für den Vierbeiner!

Ruhe nach Rangeleien
Fast nur an Menschen gewöhnt, trug der freche „Herbert“ zunächst manche Rangelei mit seinen zwei Artgenossen auf der Alm aus. „Längst ist aber Harmonie eingekehrt, alle springen herum und genießen die Narrenfreiheit auf der Alm. Auch das Rückenleiden ist verschwunden“, erzählt Fischbacher. 15 Pferde und acht Kühe gehören zum tierischen Freundeskreis. Kurios: Die anderen Böcke waren einst ebenfalls ein originelles, aber unpassendes Geschenk. Auch in diesem Fall bot die Tierärztin rettendes Alm-Asyl.

Quelle: https://www.krone.at/2167777

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