Der Feuer- und Alpensalamander in Tirol braucht dringend Ihre Hilfe!

Trotz seiner Auffälligkeit war bis vor Kurzem über die genaue Verbreitung des Feuersalamanders in Tirol nur wenig bekannt. Sichere Nachweise liegen für die Bezirke Kitzbühel, Kufstein, Schwaz und Lienz vor. Weitere Hinweise stammen aus dem Großraum Innsbruck und dem Oberinntal. Durch das Engagement zahlreicher MelderInnen sowie gezielter Geländebegehungen konnte der Wissensstand über die Verbreitung dieser Art seit 2016 stark erweitert  werden. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die uns bisher mit Fundmeldungen unterstützt haben!

Nach wie vor sind allerdings viele Fragen offen. So gibt es Hinweise auf Bestandsrückgänge, die vor allem auf die Zerstörung der Entwicklungsgewässer zurückzuführen sind. Auch weitere Meldungen über bisher unbekannte Vorkommen in den westlichen Landesteilen müssen überprüft werde. Wir freuen uns also weiterhin über Ihre Fundmeldungen und Beobachtungen von Feuer- und Alpensalamandern!

Die vermutlich aus Südostasien nach Nordwesteuropa eingeschleppte Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans, kurz auch als Bsal bezeichnet, eine für Feuer- und Alpensalamander lebensbedrohliche Seuche, konnte bisher glücklicherweise in Tirol nicht nachgewiesen werden.

Um die potentielle Ausbreitung von Bsal in Österreich zu überwachen und die noch offenen Fragen zur Verbreitung des Feuersalamanders in Tirol zu klären, wurde 2016 ein österreichweites Monitoringprogramm gestartet, das in Tirol von der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung finanziert wurde. 2017 übernahm die Österreichische Zoo Organisation unter der Projektträgerschaft des Alpenzoo Innsbrucks und des Tiergarten Schönbrunns die Finanzierung. Zusätzlich zu ausgewählten Feuersalamander-Vorkommen wurden 2017 auch erstmals Hautabstriche von Alpensalamandern auf Bsal hin überprüft. 2018 wurde die Arbeit der Wissenschafter durch den Österreichischen Forschungsfond für Herpetologie unterstützt. Weitere Kooperationspartner sind die  Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung, die Bezirksforstinspektionen und die Landesforstdirektion Tirol, das Naturhistorische Museum Wien und die Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Beobachtungen  von Förstern, Jägern und interessierten Naturfreunden stellen  weiterhin  eine wertvolle Ergänzung der professionell  erhobenen Daten dar. Daher bitten wir Sie, alle Beobachtungen von und Feuersalamandern und Alpensalamandern in Tirol – auch solche, die schon längere Zeit zurückliegen – zu  melden! Besonders freuen wir uns beim Feuersalamander über Fotos zur Dokumentation Ihrer Beobachtungen in den westlichen Landesteilen.

MELDUNG VON BEOBACHTUNGEN
Um Ihre Daten im Rahmen des Projekts  optimal verwenden  zu können, benötigen wir  folgende Informationen:
1. Eine möglichst genaue Ortsangabe mit Flurnamen und idealerweise den genauen Koordinaten
2. Das genaue Datum bzw. eine Jahresangabe Ihrer Beobachtung. Auch Beobachtungen, die schon mehrere Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen, sind für uns von Interesse!
3. Wenn möglich genauere Angaben zu den Beobachtungs- und Fundumständen (z. B. genauere Beschreibung des Lebensraums)
4. Name und Kontaktdaten des Beobachters / der Beobachterin
5. wenn möglich Belegfoto(s)

Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung! Beobachtungen oder Rückfragen bitte per Mail an:
florian.glaser@aon.at oder telefonisch unter 0650 / 5762100

Feuersalamander

 

Alpensalamander

Leinenzwang-Symbolbild

Ausbildung besser als Leinenzwang

Der aktuelle Entwurf des Tiroler Landes-Polizeigesetzes zum Leinenzwang schießt unserer Meinung nach über das Ziel hinaus. Daher haben wir eine Petition aufgesetzt und bitten um deine Unterstützen. Klicke auf den Button und erfahre mehr!

Zur Petition

You have Successfully Subscribed!