Ende April wurden in unserer Wildtierstation zwei junge Hasenbabys abgegeben. Sie kamen beide innerhalb von 2 Wochen zu uns und waren zu dem Zeitpunkt noch keine ganze Woche alt. Eines der Langohren wurde an der Bergstation am Stubaier Gletscher gefunden und war unserer Meinung nach, aufgrund der Umgebung, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Schneehase. Leider Gottes wurde dieser kleine Kerl aus Unwissenheit von einem Kind gestreichelt, als vermeintlich hilfebedürftig angesehen und in unsere Obhut gebracht. Das andere Häschen wurde im Tal im Oberland gefunden, womit wir annahmen, dass es sich bei diesem um einen normalen Feldhasen handelte.

Die beiden Hoppler haben wir an unsere Tierschutznachbarn nach Waidring übergeben. Hier wurden die Kleinen von unserer fleißigen Helferin Maria liebevoll gepäppelt und großgezogen. Da Maria über einen Stall mit großen Auswilderungsgehegen verfügt, waren die Hasen bei ihr nun super aufgehoben. Hier sollten die Hasen bleiben bis sie komplett selbständig sind. Ab einem gewissen Alter wurde das Gehege geöffnet, die Hasen konnten nun die Gegend außerhalb des Geheges erkunden – mit der Option, anfangs immer wieder zu ihrem Gehege zurück zu kehren um zu fressen, bis sie letztendlich ganz in Freiheit leben und nie wieder zurück kehren.

So weit so gut… 

Maria meldete sich vor wenigen Wochen bei uns – ihre zwei Langohren bekommen beide ihr weißes Fellkleid! Es handelt sich hier also um zwei Schneehasen. Was nun? 

Wir erkundigten uns bei der Jägerschaft um das passende Auswilderungsgebiet. Wir wollen die Hasen ja schließlich nicht einfach irgendwo freilassen, ohne zu wissen, wie es um ihre Population und sonstige Situation steht.

Schlussendlich durften wir mit einer netten Jägerin gemeinsam in Vals bei Steinach am Brenner die zwei weissbraunen Fellnasen in ein Gebiet bringen, wo bereits eine Schneehasenpopulation besteht, aber von keiner Gefahr wie zum Beispiel einer Epidemie oder einer Überpopualtion auszugehen ist. Ebenso sehr erfreulich ist, dass in diesem Gebiet derzeit keine Schneehasen geschossen werden, was fast überall sonst der Fall ist. Schließlich ist momentan in ganz Tirol Jagdsaison auf Feld- und Schneehasen!

Die Übersiedlung von Waidring nach Falls ist sehr gut verlaufen. Über das Einfangen waren sie nicht sehr erfreut 😉 dafür ist die Fahrt sehr ruhig verlaufen. 

Am Standort angekommen wurden die Boxen nun gleichzeitig geöffnet. Sie brauchten ein wenig um zu begreifen was gerade passiert, aber suchten dann doch schnell das Weite.

 

Viel Glück und lebt wohl ihr kleinen Schneehasen! Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben!

Leinenzwang-Symbolbild

Ausbildung besser als Leinenzwang

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