Kurz vor den Feiertagen häufen sich in den Tiroler Tierheimen die Anfragen nach tierischen Weihnachtsgeschenken. Der Tierschutzverein für Tirol 1881 weist daher wieder einmal darauf hin: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Oft steckt nur eine gut gemeinter Wunsch hinter der Idee, einem seiner Lieben einen tierischen Freund zu schenken. Doch die Aufklärung über die richtigen Haltungsbedingungen vorab ist das A und O. Oft melden sich schon kurz nach den Feiertagen die ersten Beschenkten in den Tierheimen, die mit den Ansprüchen ihres lebenden Geschenks überfordert sind.

„Außerdem lassen viele Personen die späteren Haltungskosten außer Acht“, warnt Christoph Lauscher, Obmann des Tierschutzvereins für Tirol. „Katzen müssen laut Gesetz kastriert werden. Da können bei einem Babykatzen-Pärchen mit den nötigen Impfungen und einem Chip-Implantat, das besonders für spätere Freigängerkatzen empfohlen wird, ca. 500 bis 600 Euro auf den Beschenkten zukommen, nicht eingerechnet sind Grundausstattung wie Kratzbaum, Spielzeug und Katzentoilette.“

Besonders viele Kleintiere müssen als Weihnachtsgeschenk ein tristes Dasein führen. Kaninchen und Meerschweinchen sind besonders bei Kindern beliebt und landen als eigentliche Gruppentiere zu oft in nach dem Tierschutzgesetz verbotenen Einzelhaltungen oder in viel zu kleinen Käfigen in Kinderzimmern. Übersehen wird auch, dass die zu Weihnachten noch süßen Hoppler schon innerhalb weniger Wochen Nachwuchs bekommen können und rechtzeitig kastriert werden müssen. Die Nachfahren der Weihnachtsgeschenke landen dann schon vor Ostern wieder im Tierheim.

Leinenzwang-Symbolbild

Ausbildung besser als Leinenzwang

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