Derzeit häufen sich bei uns die Anrufe von verunsicherten Menschen, die in der Natur oder im eigenen Garten eine Schlange gefunden haben.
Dabei ist jetzt nicht nur die Zeit, in welcher unsere heimischen Reptilien aus ihren Eiern schlüpfen, auch die anhaltend warmen Temperaturen veranlassen manche Schlange dazu ihr Versteck zu verlassen.

Doch wie verhält man sich richtig, wenn man auf eine Schlange trifft?

Der Naturschutzbund Österreich beschreibt auf seiner Homepage die wichtigsten Punkte:
Heimische Schlangen greifen den Menschen niemals direkt an; auch wenn es vorkommen kann, dass sie in seine Richtung flüchten wollen.

Ein Biss von Natternarten ist harmlos und fast immer schmerzfrei, selbst wenn er nicht selten etwas blutet. Auch Infektionen oder Entzündungen sind nicht zu erwarten, sofern eine etwaige blutende Wunde nachträglich nicht verunreinigt wird. Sofern mit einer Natter (z.B. um sie zu retten oder aus der Wohnung zu entfernen) hantiert werden muss, stellt jede Art von (Garten)Handschuh einen ausreichenden Schutz dar.

Bei Begegnungen mit Giftschlangen, das sind in Österreich nur die Kreuzotter und in der Südsteiermark und Kärnten die Europäische Hornotter, passieren Unfälle häufig bei unsachgemäßem Hantieren oder Fotografieren der Tiere. Auch beim Beeren- und Schwammerlsuchen kommt es zu Bissunfällen, da sich die Kreuzotter gerne in Zwergsträuchern wie Erika, Wacholder oder Heidelbeeren versteckt. Für Bergwanderungen bieten jedoch festes Schuhwerk und lange Hosen einen ausreichenden Schutz. Beim Durchqueren dichter Vegetation wie Latschenfeldern kann der Einsatz eines Stockes zum Abklopfen von in den Weg ragenden Ästen hilfreich sein.
Allgemein ist zu sagen, dass jedenfalls (vor allem beim Fotografieren!) zu den heimischen Vipern ein Sicherheitsabstand von mindestens einem halben Meter einzuhalten ist. Mehr als 1 m ist nicht erforderlich. Bei einem Biss treten abgesehen von den sehr schmerzhaften Schwellungen des gebissenen Körperteils ernstere gesundheitliche Folgen (vor allem Nierenschäden) oft erst ein paar Tage später auf. Daher sollte unbedingt ein Arzt oder ein Spital aufgesucht werden. Als Ersthilfe sind die Beruhigung der betroffenen Person und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme (Wasser, kein Alkohol) hervorzuheben. Panik ist jedenfalls nicht angesagt.

Noch ein Hinweis für Menschen mit Schlangenphobie: Das Entfernen einer Schlange aus dem Garten (außer zu ihrem eigenen Schutz bei Bautätigkeiten oder Fallen) ist vollkommen sinnlos. Eine Schlange lebt niemals alleine, meist ist nur ein Bruchteil der Population zu beobachten.

HIER GEHTS ZUM LINK: Richtiges Verhalten bei der Begegnung mit einer Schlange

Quelle: Naturschutzbund Österreich

 

 

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