Erinnert ihr euch noch an Sara? Unsere Schäfer-Mix-Hündin?

Sara kam 2018 ins Tierheim und wurde vorher wahrscheinlich im Garten an der Kette gehalten und, konnte in ihrem Hundeleben nicht viel kennenlernen. Dadurch war Sara sehr unsicher und hat immer wieder Dummheiten angestellt. Das hat ihre Vermittlung nicht allzu leicht gestaltet.

Damals konnte Sara nicht unterscheiden welches Verhalten richtig und welches falsch ist. Sie konnte nicht auseinanderhalten, wann ein Mensch ihr etwas Gutes wollte und wann sie sich selbst beschützen musste. Sie verwechselte oft Versuche von Streicheleinheiten mit Schlagversuchen und reagierte mit Abwehr.

Zudem kam Sara mit einer kaputten Hüfte in das Tierheim. Dadurch hat Sara hat sehr große Schmerzen. Dass es in naher Zukunft zu einer kostspieligen Operation kommen würde, war schon damals klar.

Sara saß lange Zeit bei uns im Tierheim Mentlberg und wünschte sich nichts sehnlicher als einen Menschen, der viel Geduld mitbringt und sich mit ihr eine Zukunft aufbauen möchte.

Und dann kam der wohl wichtigste Tag in Saras (und Ninas) Leben

Es kam der Tag, an dem sich alles änderte: Sara durfte einen neuen Menschen kennenlernen. Am 12. Juni 2020 kam Nina ins Tierheim Mentlberg um Sara kennenzulernen. Damals war Noel, ein Gassi-Geher, die einzige Person, die Sara an sich rangelassen hat.

Für ein Kennenlernen haben Nina und Noel einen gemeinsamen Spaziergang vereinbart. Nach diesem Spaziergang hat Nina mit einem unserer Tierpfleger die nächsten alleinigen Spaziergänge mit Sara ausgemacht. Ab diesem Tag ging Nina mindestens 3x die Woche mit Sara Gassi.

Die ersten drei bis vier Monate war Nina einfach das andere Ende der Leine. Sie hat Sara beobachtet und versucht, sie auf sich zukommen zu lassen und nicht zu bedrängen.

Normalerweise hat Sara keinen Menschen schnell und ohne viiiel Zeit an sich rangelassen – mit Nina war es anders. Schon beim ersten alleinigen Gassigehen hat Sara sie zum Spielen aufgefordert und sie durfte die Hündin sogar streicheln. Die Chemie schien von Anfang an zwischen den beiden zu stimmen.

Trotz kleinen Rückfällen hat Ninas Geduld und Einfühlungsvermögen dazu geführt, dass Sara sie ganz langsam an sich rangelassen hat. Beide hatten Zeit, um Vertrauen aufzubauen.

Sara hat nach diesen ersten Monaten unglaubliche Fortschritte gemacht und sich sehr geöffnet. Es kamen aber auch immer wieder Rückfälle. Sara hat dann immer wieder mal „Episoden“, in denen ihr einfach alles zu viel ist. In diesen Zeiten weiß sie dann nicht, wie sie mit ihrer Unsicherheit umgehen soll. Sara reagiert dann mit Verschließen und versucht sich gegen alles und jeden zu verteidigen.

Wie es in Saras Leben weiterging, erfahrt ihr nächste Woche in Saras Geschichte Teil 2. Also seid gespannt.

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