„Der will doch nur spielen“, „Meiner tut nix!“, „Meiner will unbedingt mit anderen Hunden spielen“, „Das machen die sich schon untereinander aus“ – So etwas hört man ständig von Hundebesitzern. Ob dahinter aufrichtige Hundeliebe oder einfach nur Bequemlichkeit steckt, lassen wir mal so dahingestellt. Tatsache ist, nicht jeder Hund will oder kann mit anderen Hunden spielen. Nicht jeder Hund legt Wert auf Hundebekanntschaften. Nicht jeder Hund möchte zwangsbeglückt werden. Viele Hunde wollen und können nicht als Auslastungsersatz und Spielzeug für ihre unterforderten und meist nur mäßig erzogenen Artgenossen herhalten.

Eine mögliche Lösung um dieses weit verbreitete Problem ein wenig zu entschärfen, ist das Befestigen eines einfachen Stücks gelben Stoffs. Entweder gut sichtbar an der Leine oder am Halsband des Hundes angebracht, soll es klar machen; „Kein Kontakt erwünscht! Bitte Abstand halten!“ Es gibt mittlerweile im Fachhandel sogar entsprechende Halstücher, die man entweder individuell beschriften kann oder die mittels Aufdruck klar machen, dass man sich dem Hund bitte nicht nähern soll. Modebewusste Hundebesitzer können natürlich auch eine schicke gelbe Schleife oder eine Fliege verwenden. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Hauptsache leuchtend gelb und klar erkennbar. Natürlich hängt der Erfolg dieser Maßnahme maßgeblich von der Bekanntheit des Signals ab. Wenn Sie auf Ihrem nächsten Spaziergang einen Vierbeiner mit einem gelben Stück Tuch o.ä. sehen, dann kennen Sie nun die Bedeutung dieses Farbcodes. Aber woher stammt die Idee mit der gelben Schleife?

Mehr Rücksichtnahme für ein besseres Miteinander

Die Lösung hängt aber nicht an einem Stück Stoff: Was zählt, sind Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Menschen und Tieren, denen man unterwegs begegnet. Immer mehr Menschen halten Hunde, leider nimmt damit auch automatisch die Zahl der schwarzen Schafe zu, die sich ihrer Umwelt und damit schlussendlich auch Ihrem Hund gegenüber sehr rücksichtslos verhalten. Ein einfaches Stück gelber Stoff ist ein Weg, um das Miteinander in Wald und Flur, auf Spazierwegen und Hundewiesen, zu verbessern. Aber vor allem bedeutet Hundehaltung immer Verantwortung
zu übernehmen. Für den eigenen Hund und für alle, die mit ihm in Kontakt kommen.

Der gelbe Hund aus Schweden

Wer hat’s erfunden? Die Schweden. Im Jahr 2012 startete die Initiative „Gulahund“ (auf Deutsch: gelber Hund) das „Yellowdog-Program“. Mithilfe einer gelben Markierung an der Leine oder dem Halsband des Hundes soll anderen Hundebesitzern klar signalisiert werden, dass sie mit ihrem Hund bitte Abstand halten sollen. Die Gründe dafür können vielseitig sein. Läufigkeit, Aggression gegenüber Menschen und/oder Hunden, Ängstlichkeit, hohes Alter und damit einhergehende Wehwehchen oder mangelnde Standfestigkeit. Andere Hunde befinden sich vielleicht gerade im Training und sollen lernen, eben nicht ungefragt Richtung fremder Hund zu stürmen. Auch (ansteckende) Krankheiten können einer Kontaktaufnahme im Wege stehen.

Unsere Bella zeigt euch, wie cool ein gelbes Fähnchen ausschauen kann:

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