Jährlich wächst die Zahl an Wildtieren, die zu uns ins Tierheim Mentlberg gebracht werden. Um der Anzahl und Vielfalt der abgegebenen Tiere gerecht zu werden und eine optimale Versorgung und Unterbringung gewährleisten zu können, haben wir uns für die Errichtung eines Wildtierhauses entschieden.

Der erste Bagger ist bereits angerückt, die Bauarbeiten werden voraussichtlich kommende Woche starten. Eichhörnchen Clara, Igel Igor und Taube Fred sind schon ganz aufgeregt auf ihr neues Zuhause. Sie dürfen euch das Projekt WILDTIERHAUS heute vorstellen.

Was können sich Igel, Taube und Co. von ihrem neuen Zuhause erwarten?

Der Neubau unserer Wildtierstation wird auf der Südseite am Waldrand des Tierheimgeländes errichtet und erfolgt in einer doppelstöckigen Containerbauweise, bestehend aus dreizehn zusammengesetzten Elementen. Optisch wird das Gebäudekonstrukt den Haupt- und Nebengebäuden angeglichen und erhält somit, trotz Containerbauweise, ein freundliches und erfrischendes Aussehen. Ein begrüntes, geschwungenes Dach dient nicht nur einer natürlichen Optik, sondern fungiert gleichzeitig als „Klimaanlage“ für die darunter liegenden Räumlichkeiten. In einer späteren Phase wird die Fassade dann eine Holzoptik erhalten, sodass die Containerelemente kaum noch als solche wiederzuerkennen sein werden.

So soll das neue Wildtierhaus ausschauen.

Ein eigener Empfangsbereich mit Annahmestelle für alle Findeltiere gewährleistet, dass kranke Wildtiere gar nicht erst mit gesunden Tieren aus dem Haupthaus in Berührung kommen. Dafür sorgt auch ein eigenes Tierarztzimmer – Wildtiere können dadurch ab sofort autark, außerhalb unseres Haupthauses, von unserem Tierarzt untersucht und behandelt werden. Wird im Zuge dieser Untersuchungen eine Krankheit festgestellt, werden die Tiere in die Quarantäne- bzw. Krankenstation überstellt. Hier können sie abgeschirmt und behandelt werden, bis von ihnen gesundheitlich kein Risiko mehr ausgeht. Die Ausstattung mit Inkubatoren und Utensilien zur Notversorgung erhöht die Überlebenschancen unserer wilden Bewohner.

Mehrere Raumvolieren bieten größeren Einzeltieren oder Tier-Truppen ausreichend Platz. In mit dem Innenraum verbundenen Außenvolieren können Vögel und Säugetiere auf die Freiheit vorbereitet und gegebenenfalls an Ort und Stelle mittels Schleusen ausgewildert werden. Falls Eichhörnchen Clara oder einer ihrer Freunde in Zukunft wieder bei uns aufgepäppelt oder gesund gepflegt werden müssen, können sie dadurch schrittweise wieder an die Freiheit in der Natur gewöhnt werden.

In den Herbst- und Wintermonaten sind Igel die häufigsten Gäste in der Wildtierstation. So auch Igor, der im Spätherbst zu uns ins Tierheim kam, weil er damals noch viel zu wenig wog. Momentan hält er seinen wohlverdienten Winterschlaf in einer unserer Igelboxen. Für diese Boxen wird im neuen Wildtierhaus ein spezielles Regalsystem eingerichtet, das genügend Platz für ca. 200 Igel in den Herbst- und Wintermonaten bietet. Schließlich braucht jeder Igel seine „private“ Unterkunft. Im Frühjahr und Sommer dient das Regalsystem zusätzlich als Ablage für weitere Terrarien und Vogel-Flexarien (spezielle Boxen für kleinere Singvögel).

Bisher mangelte es den Mitarbeitenden der Wildtierstation auch an genügend Stauraum und ihre Utensilien für den täglichen Bedarf waren am gesamten Tierheimgelände verteilt. Ein Lagerraum mit genügend Unterstellplatz, sowie eine Waschküche bzw. ein Hauswirtschaftsraum erleichtern ab nun das Arbeiten und verkürzen die Wege. Ebenfalls befindet sich im Nebenraum ein Büro, wo hilfsbedürftige Wildtiere von Tierfreunden direkt abgegeben werden können.

 

 

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