Im Juli wurden bereits mehrere Mauersegler im Tierheim Mentlberg vorbeigebracht – wie viele andere Wildtiere haben auch sie mit der aktuellen Hitzeperiode zu kämpfen. In diesem Blogbeitrag möchten wir dir die beeindruckende Welt der Mauersegler näherbringen.

 

Die Könige der Lüfte 

Mauersegler gehören – im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung – nicht zu den Schwalben. Wie ihr Name verrät, sind sie der Gruppe der Segler zuzuordnen. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Tiere segeln einen Großteil ihres Lebens durch die Luft. Nur für die Jungtieraufzucht landen sie. Alles andere erledigen sie in der Luft – sie fressen, schlafen, putzen sich, fangen ihre Nahrung und paaren sich fliegend. Bis zu zehn Monate verbringen sie dadurch in der Luft, ohne zu landen.

In unseren Breitenkreisen sieht man sie jedoch nicht das ganze Jahr über. Denn die Vögel leben eigentlich in Afrika und kommen nur für die Jungtieraufzucht nach Europa. Im Herbst kehren sie Jahr für Jahr wieder in ihr Heimatland zurück.

Die Nester der Mauersegler befinden sich meist hoch oben in Kirchtürmen oder Häusern. Sobald die Jungtiere alt genug sind, springen sie einfach aus ihrem Nest und gleiten sofort los. Sie landen erst wieder, wenn sie ihre eigenen Jungtiere aufziehen. Auch die Jungtiere, die im Tierheim Mentlberg gerade liebevoll aufgezogen werden, fliegen – wenn die Zeit gekommen ist – einfach davon. Das unterscheidet sie von den meisten anderen Vögeln, die eine Ästlingszeit haben, in der sie das Fangen von Insekten in der Luft erst üben müssen. So werden beispielsweise Schwalben –  die zwar auch ihr Nest flugfähig verlassen – weiter von den Eltern gefüttert, bis sie genug Übung im Fangen von Insekten haben.

Mauersegler gefunden – was tun?

Durch den Klimawandel und die damit immer extremer werdenden Wetterverhältnisse, Insektenschwund und Pestizide sowie dem Verlust von Nistplätzen ist der Mauersegler stark gefährdet und braucht daher unsere Hilfe mehr denn je. Ein Mauersegler, der auf dem Boden gefunden wird – ganz egal in welchem Alter – braucht IMMER HILFE. Diese Hilfe bedeutet jedoch nicht – wie oft geraten –  den Vogel einfach in die Luft werfen. Es sollte in jedem Fall professionelle Hilfe geleistet werden – unsere Expertinnen der Wildtierauffangstation in Mentlberg sind dafür ausgebildet und die ersten Ansprechpersonen, wenn ein verletztes Wildtier gefunden wird.

Da sie fast ihr ganzes Leben in der Luft verbringen, ist für Mauersegler ihr Gefieder von essentieller Bedeutung. Bereits eine einzige fehlende Feder kann das System stören und fatale Folgen haben. Wenn man einen Mauersegler am Boden findet, ist es daher sehr wichtig, ihn ganz vorsichtig mit Handschuhen anzufassen, um nichts zu verletzen. Schon die kleinsten Fehler im Handling können nämlich bereits die Chancen für diese Vögel, draußen zu überleben, zerstören.

 

 

 

Quellen:

https://www.respektiere.at/2022/06/19/dringend-hilfe-fuer-die-mauersegler-gesucht-werde-mauersegler-kurier/

https://www.eulen-greifvogelstation.at/unsere-tiere/mauersegler

Wildtierauffangstation Mentlberg

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