Vor einem Monat kamen zwei Igel in unserer Wildtierauffangstation in Mentlberg an, die beide Auffälligkeiten an der Haut aufwiesen. Bald war klar, dass es sich dabei um die Räude handelt. Diese Hauterkrankung kann Säugetiere und Vögel befallen und wird durch die Grabmilbe ausgelöst.

Zwar konnte die Milbe mit dem richtigen Mittel schnell beseitigt werden, allerdings war damit die Haut noch lange nicht geheilt. Das Immunsystem des kleinen Igels Isidor verschlechterte sich immer weiter und auch seine Haut entzündete sich immer mehr. Er wollte nichts mehr fressen und musste – wie am Video ersichtlich – zwangsernährt werden. Zwar wurde er dadurch wieder kräftiger, seine Haut schwoll dennoch immer weiter an. Trotz täglichem Baden und Medikamenten entstanden mehrere Eiterherde, die nicht besser zu werden schienen.

 

Die Mitarbeitenden unserer Wildtierstation waren schon kurz davor, den kleinen Kerl zu erlösen. Genau zu diesem Zeitpunkt fing Isidor jedoch wieder an, selbstständig zu fressen. Langsam lösten sich auch die Krusten und die Schwellung ging zurück. Es sieht jetzt so aus, als wäre er über den Berg.

Isidors Bruder Gimli erholte sich zum Glück schneller. Obwohl auch er zwischendurch schlimme Eiterherde am Rücken hatte, sprach er sofort auf die Behandlung an und die Eiterstellen heilten bald ab. Außerdem fraß er von Beginn an selbstständig und konnte somit stetig an Gewicht zulegen. Trotzdem werden Gimli und Isidor den Winter bei uns im Tierheim verbringen, bevor sie dann im Frühjahr wieder ausgewildert werden dürfen.

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